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Wasser

Ein weiter Mal spielt deine sanfte Flöte
mir deinen wandelbaren Sang,
des’ Noten dem Geruch von Pilzen gleichen,
von Moos und feinem Venushaar,
so dass entlang aller Rinnsale,
die diese kühle Abgeschiedenheit bewässern,
dein glitzernd’ Funkeln lacht und rieselt
mit den Juwelen heiterer Musik.
Wasser, an dem wankelmüt’ge Halme
spielerisch die himmelblauen Finger rühren
im steten Wechsel läng’rer Schatten und des Lichts,
du, das in unbeständ’ger Weise
auf meine nachdenkliche Stirn und auf das Sein des Grüns
flüchtige Wolkenschatten spiegelt.

Aus dem Italienischen von
© Bertram Kottmann:

Acqua

Acqua, e tu ancora sul tuo flauto lene
Intonami un tuo canto variolungo,
Di cui le note abbian l'odor del fungo,
Del musco e dell'esiguo capelvenere,
Sì che per tutte le sottili vene,
Onde irrighi la fresca solitudine,
Il tuo riscintillio rida e sublùdii
Al gemmar delle musiche serene.
Acqua, e, lungh'essi i calami volubili
Movendo in gioco le cerulee dita,
Avvicenda più lunghe ombre alle luci,
Tu che con modi labii deduci
Sulla mia fronte intenta e sulla vita
Del verde fuggitive ombre di nubi.

Antonio Rubino
Aus der Sammlung Waldgottheiten

  
  

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