TemeritasDer Sonnenglanz vom Himmel scheint,
Ein köstlich Ding, die Welten eint.
Kannst dich dran laben hier und dort,
Apollon erhellt den dunkelsten Ort.
Mars nicht mehr durch Wälder führt,
Fluren und Felder hat er vergessen,
Ist vom Kriegsgewühl besessen -
Er derweil die Schwerter schürt.
Ceres, bestürzt vom wilden Weltgetümmel,
Kann, will nicht glauben, was geschieht.
Jupiter schickt, vom heiligen Himmel,
Blitz und Donner, zu strafen, was er sieht.
Indes in fernen, unterirdischen Gefilden,
Pluto, genüsslich, sich die Hände reibt.
Wartend beginnt er den Pfuhl zu bilden,
Zu lohnen, was die Menschheit treibt.
Die Menschheit sieht nicht die Gefahr,
Erkennt weder Segen, noch Strafe,
Wirkt verpuppt wie eine leidige Larve.
Versucht zu schlüpfen Jahr um Jahr.
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich,
Darin fühlt er sich den Göttern gleich.
Doch leider er zu schnell vergisst,
Woher er kommt und wer er ist. © Sebastian Dommel |