Vom Büblein auf dem EisGedicht von Friedrich Wilhelm Güll |
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Will sehen, was ich weiß
Vom Büblein auf dem Eis.
Gefroren hat es heuer
Noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher,
Und spricht so zu sich leis:
„Ich will es einmal wagen,
Das Eis, es mutz doch tragen.“
Wer weiß?
Das Büblein stampft und hacket
Mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
Und krach! schon bricht’s hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt
Als wie ein Krebs und zappelt
Mit Schrei’n.
„O helft, ich muß versinken
In lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muß ertrinken
Im tiefen, tiefen See!“
war’ nicht ein Mann gekommen,
Der sich ein Herz genommen,
O weh!
Der packt es bei dem Schopfe
Und zieht es dann heraus,
Vom Fuße bis zum Kopfe
Wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
Der Vater hat’s geklopfet
Zu Haus. Friedrich Wilhelm Güll
Aus der Sammlung Kinderheimat |
Friedrich Wilhelm Güll
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