GegenrechtDas Büblein spielt am Hag, die Mutter hackt,
Da kommt der Wolf und hat das Kind gepackt.
Sie wirft die Hacke weg und lässt es schrein
Und rennt zum nahen Gnadenort herein.
Der Gottesmutter reißt sie aus dem Arm
Das Christuskind und ruft in bitterm Harm:
„Schaffst du mein Büblein mir nicht wieder her,
Bekommst du auch das deine nimmermehr!“
Nicht lange, da ihr eifernd Wort verklang,
So schleicht Herr Isegrim den Rhein entlang.
Er setzt das Knirpslein hin am Ackerrand
Und duckt sich unbehaglich über Land. Adolf Frey
Aus der Sammlung Balladen und Romanzen |