Und, wohin geht deine Reise?Regenumwoben, wolkenverhangen
wächst auf Erden das Verlangen -
ein trüber, matter, feuchtnasser Schimmer,
getragen von der Welten Wimmer.
In schmutzigen Spiegeln auf den Wegen
erblickst du dein tristes Abbild vom Leben
siehst, was du (scheinbar) sehen musst
was du siehst nährt deinen Frust
Geschlagen vom Leben, getröstet vom Leid
Verlassen von allen, geliebt von keinem
machst du dich für die Reise bereit
- zum ersten Mal mit dir selbst im Reinen
Du bist dir ganz sicher: Das ist mein Weg
obwohl du ihn noch nicht gegangen bist
wirst du bereits jetzt schon von allen vermisst
Du warst dir nie sicher – das war dein Weg
Nun treibst du auf offener See, auf deiner Weise
Unendlichkeit umhüllt dich ganz
Über dir der große, grüne Kranz
Sag mir, wohin geht deine Reise? © Sebastian Dommel, 2011 |