Dann...Wenn, Tag und Sonn', mich nicht mehr seht,
der letzte Kuckuck ruhen geht,
dann kommt ein Wind ganz leis' geweht.
Ich könnt beruhigt schlafen gehen,
hätt' ich dich noch einmal gesehen,
höre dich im seichten Wehen.
Wo du jetzt wohl seien wirst?
Zu Füßen sitzend bei dem edlen Fürst.
Ob du mich manchmal weinen hörst?
Ich weiß, dass wir uns sehen werden,
nochmal, fernab von unsrer Erden
und frei von jeglichen Beschwerden.
Spätestens wenn ich der Reise
auf des Lebens üblich Weise
folge stets auf deinem Gleise.
Doch derzeit bleibt mir einzig nu'
dir zu lassen deine Ruh
- die Sonne schaut von oben zu.
Und wie ich jetzt hier bei dir stehe,
allein mit dir und auf dich sehe,
falt' ich die Hände, ring' und flehe:
Möge es dir gut dort gehen,
mögest glücklich auf uns sehen
und verspürn mein „Für-Dich-Flehen“.
Wenn dann die Sonne wieder scheint,
ein neues Leben freudig keimt -
auf ewig sind wir dann vereint. © Sebastian Dommel, 2011 |