DahintreibendAuf einem stürmisch, brausend Meer ich treibe,
Fragst dich nicht, wo ich denn bleibe.
Weißt vermutlich nicht einmal
Wer ich bin. Nur eine Zahl?
Bin ich Einer nur von Vielen,
Die verlangen deine Lieb?
Will mich nicht mehr länger quälen!
Dacht ich mir, da ich dort trieb.
Um mich rum die Stürme toben,
Land ist längst noch nicht in Sicht.
Flehend streck' ich meine Händ' nach oben,
Zu beten, dass mein Floß nicht bricht.
Einst sich unsre Wege trennten,
Hielt ich endlos an dir fest.
Doch muss ich nun stets bekennen,
Es ist nicht gut so wie es ist.
Dunkelbunt scheint mir die Sonne.
Grau nur glimmen mir die Sterne.
Lange fühlt ich keine Wonne,
Sehne mir den Strand von ferne.
Deine Worte, meine Welt,
Du mein Schirm und ich der Regen,
Deine Nähe mich am Leben hält,
Deine Lieb, mein einzig Segen. © Sebastian Dommel, 2009 |