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Cabaretlied

Ich fange mir mit meinen Blicken
    die Männer ein — — —!
Was kümmert's mich, ob sich's mag schicken —
    mein Mann schaut zu in Seelenpein.
Ich seh' ihn blaß und blässer werden —
    ich bin sein höchstes Gut auf Erden!
Er würde sich zu Tode kränken,
    tat ich mich Einem ganz verschenken.
Doch meine jungen Nerven müssen
    die Sehnsuchtsqual von Männerherzen spüren.
Ich lasse mich nicht einmal küssen —
    sie aber träumen Alle vom Verführen!
Ich muß mir selber meine Macht beweisen,
    dadurch, dass ich unselig machen kann;
Denn in geordneten Geleisen
    gibt sich der »Pflicht des Lebens« hin der dumme Mann!
So aber seh' ich Alle blaß und blässer werden —
    ICH bin ihr höchstes Gut auf Erden!
Mein Mann tut mir aufrichtig leid
    bei allem diesen bösen Spiele;
Doch, ließ' ich ihn in völliger Sicherheit,
    wer weiß, ob ich ihm dann noch so gefiele?
Am besten ist's, ich bleib' so wie ich bin — — —
    wie lange dauert's, ist man alt und hin!?

    31. Januar 1906

Peter Altenberg, 1906

  
  

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