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Verwandte Gedichte |  Karlfeldt, Eine Sehnsucht sitzt im Herzen... 
 Salus, Heilige Sehnsucht  
 Eschelbach, Vergessen
 Lessing, Die Vorspiele der Versöhnung 
| | |  | Eine Sehnsucht sitzt im Herzen...Erik Axel Karlfeldt Eine Sehnsucht sitzt im Herzen,
ich weiß nicht, wohin sie will.
Flieht sie zum Himmel, bleibt sie auf Erden?
Ich liege und halte still.
Sucht sie des Grabes Ruh oder das Leben?
Ich fühl´s, sie läßt sich nicht stillen,
es ist eine Sehnsucht auf eigene Hand,
nur um der Sehnsucht willen.
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|  | Heilige SehnsuchtHugo Salus Stets sich sehnen,
Arme dehnen
Nach einem hehren, ewigen Ziel,
Das ist das Leben der Wertvollen, Guten,
Die sich in ihre Sehnsucht verbluten.
Ihnen ist Sehnsucht Inhalt, nicht Spiel.
Traum der Masse
Sieht aus der Gasse
Seiner Sehnsucht verkörpertes Bild;
Das für ihre Triebe zu zwingen,
Kann ihr schon irdische Seligkeit bringen,
Damit ist all ihre Sehnsucht gestillt.
Einem im Volke
Über der Wolke
Leuchtet zeitlebens der Sehnsucht Stern,
Und das Fünklein der eigenen Seele
Sehnt sich, daß sich's der Sonne vermähle.
Stunde der Heimkehr, bist du noch fern?
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Hugo Salus
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|  | VergessenHans Eschelbach Der Tauwind schnaubt von Haus zu Haus
Und durch die stillen Zypressen:
Möcht' wandern in die Welt hinaus,
Zu lernen das Vergessen.
Vergessen, daß ich viel geweint,
Vergessen den Tag und die Stunde.
Die einst in liebe uns vereint,
Lächelnd zu unserm Bunde.
Vergessen möcht' ich jedes Wort,
Das wir zusammen gesprochen,
Und daß das Heidekraut verdorrt,
Das du mir einst gebrochen.
Vergessen möcht' ich den süßen Mund,
Dem ich so gläubig vertraute,
Vergessen die Augen. aus deren Grund
So goldig die Treue schaute!
Vergessen die Schwalbe, die uns belauscht,
Vergessen den Berg und die Heide
Und den Bach, der verschwiegen vorbeigerauscht.
Als wir so glücklich beide!
Vergessen möcht' ich den einen Tag.
Den letzten, der mir geblieben,
Da ich auf meinen Knieen lag
Verraten mit meinem lieben! - - -
Der Tauwind schnaubt von Haus zu Haus
Und durch die stillen Zypressen,
Will wandern in alle Welt hinaus,
Zu lernen das Vergessen.
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Hans Eschelbach
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|  | Die Vorspiele der VersöhnungGotthold Ephraim Lessing Korinne Schwur, mich zu vergessen:
Und doch kann sie mich nicht vergessen.
Wo sie mich sieht, und wo sie kann,
Fängt sie auf mich zu lästern an.
Doch warum tut sie das? warum erhitzt sie sich?
Ich wette was, noch liebt sie mich.
Ich schwur, Korinnen zu vergessen:
Und doch kann ich sie nicht vergessen.
Wo ich sie seh, und wo ich kann,
Fang ich mich zu entschuldgen an.
Doch warum tu ich das? und warum schweig ich nie?
Ich wette was, noch lieb ich sie.
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