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Verwandte Gedichte |  Hölderlin, Palinodie
 Bauernfeld, Ein Zwist
 Sauter, Versöhnung
 Hugo Grabow, Karfreitag - V.
| | |  | PalinodieFriedrich Hölderlin Was dämmert um mich, Erde! dein freundlich Grün?
Was wehst du wieder, Lüftchen, wie einst, mich an?
In allen Wipfeln rauschts, ...
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Was weckt ihr mir die Seele? was regt ihr mir
Vergangnes auf, ihr Guten! o schonet mein
Und laßt sie ruhn, die Asche meiner
Freuden, ihr spottetet nur! o wandelt,
Ihr schicksallosen Götter, vorbei und blüht
In eurer Jugend über den Alternden
Und wollt ihr zu den Sterblichen euch
Gerne gesellen, so blühn der Jungfraun
Euch viel, der jungen Helden, und schöner spielt
Der Morgen um die Wange der Glücklichen
Denn um ein trübes Aug und lieblich
Tönen die Sänge der Mühelosen.
Ach! vormals rauschte leicht des Gesanges Quell
Auch mir vom Busen, da noch die Freude mir,
Die himmlische, vom Auge glänzte
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Versöhnung, o Versöhnung, ihr gütigen,
Ihr immergleichen Götter, und haltet ein,
Weil ihr die reinen Quellen liebt
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Friedrich Hölderlin
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|  | Ein ZwistEduard von Bauernfeld Neulich grollten, schmollten wir,
Natürlich wieder um ein Nichts —
Versöhnung keines wollten wir
Gar ernsten Angesichts!
Sie saß in ihrer Ecke da,
Ich in der andern ebenfalls —
Und eh' ich's eben mich versah,
Flog das liebe Närrchen an meinen Hals!
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|  | VersöhnungFerdinand Sauter Die Rose blicht, lau weht des Lenzes Hauch,
Der Falter schaukelt sich am Blütenstrauch;
Mit gleichem Rechte wuchert dort die Nessel —
Natur ist gütig, kennt nicht Wahl noch Fessel.
Es rauscht der Quell und mächtig wogt der Strom,
Das Kirchlein faßt die Andacht, wie der Dom;
Nur Menschen sind gelaunt, zu unterscheiden,
Und messen mit dem Zirkel Lust und Leiden.
Der Hügel wölbt sich sanft, es ragt der Berg,
Wie riesig auch, ist jener doch kein Zwerg,
Und um der Firnen Gipfel Stürme tosen,
Indeß am Hügel duften frische Rosen.
Die Jugend schwindet in der Jahre Flucht,
Zerstäubt die Blüte, bitter oft die Frucht,
Die Thräne fällt der Freude, der verlornen,
Doch tücht'ge Waffen sind des Herzens Dornen.
Des Lebens Inhalt: Prosa und Gedicht,
In tiefster Seele ruht das Gleichgewicht;
Wenn Gram und Jubel dich nicht unterjochen,
Dann mag dein Puls im vollen Tacte pochen.
Getrost; verzage nicht, der nächste Tag
Mag leuchten und bescheinen, was er mag;
Mit Seelenkraft verschwistert sich Gewöhnung,
Und siegend kränzt den Kämpfer die Versöhnung.
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|  | Karfreitag - V.Hugo Grabow Ach! wär‘ ich wie die Jünger nur entwichen,
Wo’s dein Bekenntnis fest und mutig galt?
Hätt‘ mich, wie Petrus, Kleinmut nur beschlichen
In der Versuchung drängender Gewalt? – –
Doch nicht verklagt mein Herz ob der Versöhnung
Des Heiligsten in manchen Menschendienst.
Ja meine böse Schuld darf Versöhnung,
Wozu Du Gotteslamm auch mir erschienst.
Ach! wollte ich mein armes Herz nur fragen:
Kannst Du auch Schmach um Deinen Herrn ertragen?
Was müsste mir das arme wohl weissagen? –
Anm. der Redaktion: Der Dichter Hugo Grabow hat sich in vielen seiner Texte bei anderen Autoren bedient, u.a. beim Dichter Adolph Köttgen.
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