|
|
|
Verwandte Gedichte |  Gerok, Osterlied
 Kyber, Maria Magdalena  
 Kyber, Vox Coelesta   
 Muth, Osternacht
| | |  | OsterliedKarl Gerok 2 Tim 2, 8.
Halt im Gedächtnis Jesum Christum, wel-
cher auferstanden ist von den Toten.
Osternacht, Osternacht,
Hast der Welt das Licht gebracht!
Da aus blutgen Grabgewanden
In der Früh der Herr erstanden,
Glühst du auf in Morgenpracht,
Osternacht! Osternacht!
Ostertag, Ostertag,
Wecke, was im Grabe lag!
Blumen sprossen, Quellen springen,
Kinder jubeln, Engel singen;
Jauchze, was noch jauchzen mag:
Ostertag! Ostertag!
Osterlicht, Osterlicht,
Das durch trübe Wolken bricht!
Silberschäfchen ziehn im Blauen,
Sonnenschein beglänzt die Auen;
Leucht auch mir ins Angesicht,
Osterlicht! Osterlicht!
Ostergrün, Ostergrün,
Brich aus tausend Ritzen kühn!
Schnee zerschmilzt in allen Ecken,
Goldnes Grün umsäumt die Hecken:
Hoffnung lass auf Gräbern blühn,
Ostergrün, Ostergrün!
Osterluft, Osterluft,
Leis gewürzt mit Veilchenduft!
Weckst mit deinem süßen Weben
Greife wieder neu ins Leben,
Zauberst Blumen aus der Gruft,
Osterluft! Osterluft!
Osterklang, Osterklang,
Glockenton und Lerchensang!
Schwinge deine Silberflügel
Festlich über Tal und Hügel;
Tröstend geh die Welt entlang,
Osterklang! Osterklang!
Osterheld, Osterheld,
Siegreich kommst du aus dem Feld!
Jauchzend klingts in allen Landen:
Christ, der Herr, ist auferstanden;
Segnend wandle durch die Welt,
Osterheld! Osterheld!
Text von Gerok drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Karl Gerok
|
|  | Maria MagdalenaManfred Kyber Ihr Herren und Frauen auf hohlem Thron,
nicht ihr seid die Nächsten zum Gottessohn.
Vergeßt nicht, wer euch zuerst gebracht
die Kunde vom Wunder der Osternacht.
Gehabt euch bescheiden mit eurem Bann
und schlagt es in Kirchen und Herzen an:
die Erste, die den Erstandenen sah,
war Maria von Magdala.
Text von Kyber drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|
|  | Vox CoelestaManfred Kyber Laßt euch helfen, laßt euch halten -
aufwärts zieht der Engel Heer,
vielgestaltige Gestalten,
Mächte, Throne und Gewalten -
aufwärts zum kristallnen Meer.
Aller Mühe, allem Ringen
gibt die heilige Schar Geleit.
Jedes Wesen zu durchdringen,
breitet schirmend seine Schwingen
eine Bruderwesenheit.
Laßt euch helfen, Helferhände
sind euch segnend zugesellt,
schaffen rastlos ohne Ende
eurer Seele Sonnenwende
und die Osternacht der Welt.
Laßt entsiegeln eure Sinne,
werdet Blut von seinem Blut,
daß ihr ruht in Maienminne,
wo im Schoß der Urbeginne
Judas rote Rose ruht.
Text von Kyber drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Manfred Kyber
|
|  | OsternachtFranz Alfred Muth
1.
Osternacht ist leis gekommen,
Zündet mählich Stern an Stern:
Gold'ner Glanz ist weit erglommen
In der blauen Himmelsfern'.
Bächlein fließen, Blumen sprießen
Für den heil'gen Ostertag,
Auferstehen, selig Grüßen
Wandelt sacht durch Flur und Hag.
Wer kann heute traurig sagen:
Mensch, gedenke an den Tod!
Wie zu Paradiesestagen
Steigt herauf ein Morgenrot.
Grün und Blumen in den Händen,
Hoffe nur, schau' himmelwärts:
Ewig Ostern wird uns spenden,
Der besiegt des Todes Schmerz!
Horch, die Lerchen in den Lüften
Künden schon den hehren Tag!
Aber Gräbern, über Grüften
Blumenduft und Lerchenschlag.
Wachet aus im Thal der Schmerzen,
Wachet auf aus Not und Tod,
Brechet Blumen, zündet Kerzen,
Überall ist Morgenrot!
2.
Aller Schnee ist weggenommen,
Überall weht Frühlingsluft,
Aber Nacht ist uns gekommen
Junges Grün und Veilchenduft.
Über Nacht ist weggenommen
Sündenschmerz und grimmer Tod,
Aber Nacht ist uns gekommen
Aberselig Morgenrot.
Drum in allen Lüften singen
Lerchen süß von Auferstehn;
Drum aus allen Thälern klingen
Glocken süß im Windeswehn;
Drum im Grund der Seele bebet
Künft'ger Auferstehung Lust;
Da der Eine, Eine lebet,
Sind wir dessen froh bewußt.
Sag', was weinest du in Schmerzen,
Giebt der Schmerz nicht Osterlust?
Nur empor mit ganzem Herzen,
Sei des Ostertags bewußt!
Wenn du mit dem Herrn erstanden
Aus dem finstern Grabe bist,
Sehnst du nach den ew'gen Händen,
Suchst du nicht, was irdisch ist.
Sange, wer voll Erdenliebe,
Wer nur lebt für Fleisch und Mut;
Wenn nur himmlisch deine Triebe,
Wenn dein Herz in seinem ruht!
Mag das Auge ihn nicht schauen,
O, er ist dir liebend nah';
Du kannst trauen, du darfst bauen,
Eh' du ahnst, ist Ostern da!
Schau' getrost in Sturm und Heben,
Schau' nur lächelnd in den Tod!
Er wird Ruh' im Sturme geben,
Er, des Lebens Morgenrot;
Er verkläret deine Wunden,
Wandelt alles Leid in Lust,
Und hienieden schon gefunden
Hat den Himmel deine Brust.
Aller ...
Lesen Sie den gesamten Text (83 Zeilen)
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Franz Alfred Muth
|
|
|
|
|