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Verwandte Gedichte |  Friedrich Wilhelm Weber, Abendläuten  
 Kreiten, Maria
 Giesebrecht, Sankt Mariens Ritter
 Julius Sturm, Magdalena, lass dein Klagen
| | |  | AbendläutenFriedrich Wilhelm Weber Der Klausner hat sein Werk vollbracht,
Sein Glöcklein läutet: Gute Nacht;
Ave Maria, Amen!
Und wie er betet, wie er sinnt,
Fortsäuselt es im Abendwind:
Ave Maria, Amen!
Es säuselt durch den stillen Wald,
Und fern im Grund die Antwort schallt:
Ave Maria, Amen!
Es singt und klingt von Tal zu Tal,
Von Dorf zu Dorf vielhundertmal:
Ave Maria, Amen!
Und weiter über Stadt und Strom,
Vom niedern Turm, vom hohen Dom:
Ave Maria, Amen!
Und wie die Sonne westwärts zieht,
Durch Land und Meer erklingt das Lied:
Ave Maria, Amen!
Es folgt ihr nach von Ort zu Ort,
Ins Abendland und immerfort:
Ave Maria, Amen!
Es läutet um das Erdenrund
Zu jeder Zeit, zu jeder Stund‘:
Ave Maria, Amen!
Es läutet um die weite Welt
Und schwingt sich auf zum Himmelszelt:
Ave Maria, Amen!
Der Stern, der sich dem Sterne naht,
Er ruft ihm zu seinem Pfad:
Ave Maria, Amen!
Und in der Sphären Lobgesang
Erschallt der Gruß mit hellem Klang:
Ave Maria, Amen!
Die Engel all an Gottes Thron,
Sie singen zu der Harfe Ton:
Ave Maria, Amen!
Und all der Sel’gen lichte Reih’n;
Sie neigen sich und stimmen ein:
Ave Maria, Amen!
So klingt es fort durch Raum und Zeit
Und klingt in alle Ewigkeit:
Ave Maria, Amen!
Der Klausner hat sein Werk vollbracht,
Das Glöcklein läutet: gute Nacht;
Ave Maria, Amen!
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Friedrich Wilhelm Weber
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|  | MariaWilhelm Kreiten Maria, Hohe, Reine,
Der Erde schönste Zier,
So hold wie du ist keine,
Gott Vater ist mit dir.
Maria, Lilienblume
Ganz schön und makellos,
Gott Sohn zum Heiligtume
Wählt deinen reinen Schoß.
Maria, die vor allen
Den Herrn in Demut preist,
Dich kor mit Wohlgefallen
Zur Braut der Heilge Geist.
Maria, Morgenröte,
Verkündend Heiles Tag,
Der Willkomm´dir nicht böte,
Kein Licht je finden mag.
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|  | Sankt Mariens RitterLudwig Giesebrecht "Jung stritt ich einst um Accons Schloß;
Und wenn ich froh bestieg mein Roß,
Mit Inbrunst blick' ich da empor,
Und aus den Lippen quoll hervor:
Ave Maria! Ave Maria!
Ich stritt in Manneskraft und alt
Wo breiten Stroms die Weichsel wallt;
Und zog ich aus, kam aus der Schlacht,
Dann hab' ich still gefleht, gedacht:
Ave Maria, Ave Maria!
Nun traf mich hier der Todespfeil,
Mein Lebensblut entfließt in Eil:
Dein Ritter, end' ich meinen Lauf,
Du Heil'ge hilf hinauf, hinauf!
Ave Maria, Ave Maria!"
Er hüllt sich in den Mantel ein,
Und in der Abendröte Schein
Entflieht die Seele, friedlich hallt
Sanft Abendläuten durch den Wald;
Ave Maria; Ave Maria!
Und wo des Ritters Grab gemacht,
Wächst eine Blume über Nacht,
In deren Kelchen weiß und hold
Geschrieben steht mit lichtem Gold:
Ave Maria, Ave Maria!
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