Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Dichter () » » » Verwandte Gedichte


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  

Verwandte Gedichte

 Paula Dehmel, Austreibung 
 Adolf Pichler, Stock am Eisen. 
 Fred Endrikat, Temperierte Wasserleitung 
 Groth, Zur Reise 

 

Austreibung

Paula Dehmel


Das kann doch nicht Rumpumpel sein?
So kann Rumpumpel doch nicht schrein?
Seelöwen sind in unserm Haus;
Schnell Rumpumpel! wir jagen sie raus!
Ich ’n Stock,
Du ’n Stock,
Alle beide einen Stock,
Ei der Daus,
Wollt ihr raus!
Wollt in euer Seelöwenhaus!

 Text von Paula Dehmel drucken

Stock am Eisen.

Adolf Pichler


»Wer mag in den Stock am: Eisen
Einen neuen Nagel treiben?
Wer mag nach viel tausend Liedern
Noch ein neues Liedchen schreiben?«
Nun ihr würdet euch nicht wundern, —
Wenn ihr einmal sie gesehen,
Daß wie junge Blüthenblätter
Lieder auf sie niederwehen.

 Text von Adolf Pichler drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Temperierte Wasserleitung

Fred Endrikat


Zwei Rohre gehn durch ein Hotel
in schönster Eintracht parallel,
gehn sozusagen Arm in Arm.
Ein Rohr ist kalt – das andre warm.
Vom Keller steigen sie empor
zum ersten Stock, Rohr neben Rohr.
Sie machen an zwei Hähnen halt.
Ein Hahn heißt »Warm«, der andre »Kalt«.
Der eine sprudelt glühend heiß,
der andre aber kalt wie Eis.
Vom ersten Stock geht dann empor
zum zweiten Stock Rohr neben Rohr.
Sie machen an zwei Hähnen halt,
ein Hahn heißt »Warm«, der andre »Kalt«.
Der eine sprudelt ziemlich heiß,
der andre beinah kalt wie Eis.
Vom zweiten Stock geht dann empor
zum dritten Stock Rohr neben Rohr.
Sie machen an zwei Hähnen halt,
ein Hahn heißt »Warm«, der andre »Kalt«.
Der eine sprudelt nicht mehr heiß,
der andre auch nicht kalt wie Eis.
Vom dritten Stock geht dann empor
zum vierten Stock Rohr neben Rohr.
Sie machen an zwei Hähnen halt,
ein Hahn heißt »Warm«, der andre »Kalt«.
Der eine sprudelt wärmlich flau,
der andre nur ganz lind und lau.
Vom vierten Stock geht dann empor
zum fünften Stock Rohr neben Rohr.
Sie haben durch des Marsches Last
sich gegenseitig angepaßt.
Im zwölften Stock stimmt's ganz genau,
statt heiß und kalt sind beide lau.
Das Ding hat einen tief'ren Sinn,
und zwar liegt nur der Grund darin:
Das Rohr von links, das Rohr von rechts
sind beide selbigen Geschlechts.
Kein Wunder, wenn so was passiert,
daß man die Temp'ratur verliert.

 Text von Fred Endrikat drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken

Zur Reise

Klaus Johann Groth


Min Hanne kriggt en smucken Rock,
Un inne Hand en blanken Stock,
Un op sin Hot en roden Fedder:
Denn reist min Hanne un kumt ni wedder.

Mein Hans bekommt einen feinen Rock,
Und in die Hand einen blanken Stock,
Und auf seinen Hut eine rothe Feder:
Dann reist mein Hans und kommt nicht wieder.

 Text von Groth drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken

 



















Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek