Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Leon Vandersee » Heimatlicht » Auf Goldgrund » Leuchtende Augen.


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Leuchtende Augen.

Fragt mich Liebling eines Tages.
„Warum, liebes Mütterlein,
schaust du gar so oft und lange
in die Augen mir hinein?“

„Weil ein Licht darinnen leuchtet,“
Gab ich ihm zur Antwort schnell,
„Kinderaugen, musst du wissen,
sind wie Sonnenschein so hell!“

Heut nun kommt mein kleiner Junge
in der Dämmerung zu mir:
„Mütterchen, das schöne Spielzeug,
ach, zerbrochen ist es hier.

Möchtest du’s nicht wieder leinem?“
„Jetzt im Finstern? ‘s wird nicht gehen!
Muss mir eine Lampe holen,
ich kann wirklich nicht mehr sehn!“

„Kannst nicht sehn?“ Er reckt das Köpfchen
Ganz, ganz nahe zu mir hin:
„Ich leucht dir mit meinen Augen,
sagtest ja, ‘s wär Licht darin!“

Leon Vandersee
Aus der Sammlung Auf Goldgrund

  
  


Leon Vandersee   

Leon Vandersee


   


Vorheriges Gedicht von Vandersee Nächster Text von Vandersee
   Gefällt Dir das Gedicht von Vandersee?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
19./20. Jh.  • Hille: Lichtregen 
19. Jahrhundert  • Eichrodt: Sternenheer 
  • Vandersee: Noch klingt über blühende Gärten. 
Aufklärung  • Schiller: Zur Abwechslung 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek