Blüthe und FruchtHerrlich war's in meines Lenzes Tagen,
Voller Blüthen stand der junge Baum;
Ringsum hört' ich Nachtigallen schlagen,
Und ich träumte meinen ersten Traum.
Aber, ach! die Wetterwolken zogen
Uebern Zauberhain der Jugend hin,
Und das grause Donnerwort: betrogen!
Fuhr entzaubernd mir durch Herz und Sinn.
Und die Blüthen hat der Blitz getroffen,
Und der Sturm den Fruchtkern abgestreift;
Nur auf eine Frucht noch darf ich hoffen, —
Wenn zum Tod die Lebensblüthe reift. Wilhelm Smets
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