Ich schau aus meinem Fenster...Gedicht von Heinrich SeidelIch schau aus meinem Fenster
Hin in den Mondenschein.
Da seh' ich ferne glänzen
Der Liebsten Fensterlein.
Nun schläft im weißen Bettchen
Gar sanft das holde Kind;
Am Fenster mit den Ranken
Spielt leis der Abendwind.
Und durch das Blattgegitter
Flimmert der Mondenschein -
Es geht ihr leises Athmen
Durch's stille Kämmerlein. Heinrich Seidel
Aus der Sammlung Lieder |