AN DEN TODDU, von dem wir wissen,
wie die Welt dich nennt,
den doch keiner kennt,
ob er hingerissen
dir im Arme ruht;
ob du nur genommen,
was von selbst gekommen,
müd und ohne Mut;
mächtigster Verwalter
höchster Herrlichkeit,
Fürst der Fürstenheit,
tiefster Ton am Psalter;
der du wie ein Blinder
stumm im Finstern schleichst,
deine Beute reichst,
Allesüberwinder:
Er, der dir gebot
am Beginn der Zeiten,
wird auch dich bestreiten,
du wirst sterben, Tod! Richard Schaukal
Aus der Sammlung Herbsthöhe |