SEELEGAST in deinem Leibe,
der dein Sehnen hemmt,
daß es Fluten bleibe,
strandempor geschwemmt,
harrest du gefangen,
bis die Stunde schlägt,
die dein Wegverlangen
aus den Grenzen trägt.
Scheidend noch belebst du
sinkende Gestalt,
aber schon entschwebst du
ihr mit Sturmgewalt,
aufwärts dich zu schwingen,
flügelbreit entspannt,
über dich zu dringen
in dein Heimatland. Richard Schaukal
Aus der Sammlung Herbsthöhe |