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Gedichte » Zeitgenössische deutsche Dichtung » Peter Reik » „Ostseefrühe“


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„Ostseefrühe“

Danzig, 2000

Morgens riecht das Meer noch
und heute fächert Nordwind
in den blassen Nadeln
Bleicher Lärchen an der See
Sachte hebt sich fern
Rosengelb eine frühe Sonne
Danzig wartet im wattigen Dunst
Rostige Kräne schneiden
Scherenschnitte
Kranichhimmel
im Morgenschleier

An den Kais der Werft brackt
schmieriges Wasser
Möwen schreien scharenstark
Verlorene Helden stehen stumm
Werfen mit schwieligen Fäusten
schwirrende Angelschnüre
nach quecksilbrigen Fischchen
Leichtseefischer nun
Mit sehr viel Zeit
Zum kurzen Draufschlagen
Und langem Dreinschauen
Ins stillschmierige Wasser

Der Schluck Gold
Im klaren Wässerchen
Schärft den Blick
der lezte Zloty nochmals
gedreht
umgemünzt
in alte Träume

© Peter Reik, 2000

  
  

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