Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » August von Platen » Ghaselen » 55. Während Blut in reichen Strömen floß dem Wahne...


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

55. Während Blut in reichen Strömen floß dem Wahne...

Während Blut in reichen Strömen floß dem Wahne, floß der Zeit,
Standst du, Held, auf beiden Ufern, ragend als Koloß der Zeit!
Tief zu sich herabgezogen alles Große hatten sie,
Doch du kamst und herrschtest mächtig überm kleinen Troß der Zeit:
Fürsten hielten dir den Bügel, Kaiser dir den Baldachin,
Unter deinem Schenkel stöhnte das gezähmte Roß der Zeit.
Was nur Scheinverdienst erheuchelt, tratst du nieder in den Staub,
Nahmst des Glücks Tribut zum Opfer, nahmst den Zoll und Schoß der Zeit:
Sei das Glück denn laut gepriesen, samt den Gaben, die's verschenkt,
Wer's gewann, genoß des Lebens, wer's erfuhr, genoß der Zeit!
Aber hütet euch, Beglückte; denn die Menge rast um euch,
Stets belagert sie den stolzen Kastellan im Schloß der Zeit.
Mancher Pfeil, o Held, durchbohrte deine starke Brust von Erz;
Aber Namen, groß wie deiner, fürchten kein Geschoß der Zeit!

August von Platen
Aus der Sammlung Ghaselen

  
  

Vorheriges Gedicht von Platen Nächster Text von Platen
   Gefällt Dir das Gedicht von Platen?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
  Platen: Während Blut in reichen Strömen floß dem Wahne, floß... 
  Richard Dehmel: Fachmenschen 
  Logau: Auff Clepacem 
  Fet: Lautlose, sternhelle Nacht 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek