Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing   Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Christian Morgenstern » Galgenlieder » Der Gingganz » Das Symbol des Menschen


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  


 

Das Symbol des Menschen

»Zeig mir,« sprach zu mir ein Dämon,
»zeig mir das Symbol des Menschen,
und ich will dich ziehen lassen.«
Ich darauf, mir meine schwarzen
Stiefel von den Zehen ziehend,
sprach: »Dies, Dämon, ist des Menschen
schauerlich Symbol; ein Fuß aus
grobem Leder, nicht Natur mehr,
doch auch noch nicht Geist geworden;
eine Wanderform vom Tierfuß
zu Merkurs geflügelter Sohle.«
Als ein Bildnis des Gelächters
stand ich da, ein neuer Heiliger.
Doch der Dämon, unbestimmbar
seufzend, bückte sich und schrieb mit
seinem Finger auf die Erde.

Christian Morgenstern
Aus der Sammlung Der Gingganz

  
  

Vorheriges Gedicht von Morgenstern Nächster Text von Morgenstern
   Gefällt Dir das Gedicht von Morgenstern?   
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
19./20. Jh.  • Arthur Pfungst: Ein Symbol 
19. Jahrhundert  • Hamerling: Rosensymbol 
1893  • Hartleben: Pierrot marié - 3. Die Düte 
1859  • Mayer: Das Symbol 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek