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An Anna Ritter

Die Sage singt, dass einst ein hohes Weib
Mit flüchtgem Schritt berührt die rauhe Erde,
Ein Sehnsuchtskind von wunderschönem Leib,
Mit Märchenaugen, leidender Geberde.

Sie sang so voll, wie nie zuvor die Welt
Von Frauenlippen hörte hohe Lieder.
Doch war für dies ihr eine Pflicht gestellt:
Für irdische Liebe keine Liebe wieder!

Nur reine Freundschaft. Nur ein heiliger Bund
Der Herzen, - bis gelöst die eigne Seele
Von allem Staub, damit sich Herz und Mund
Und Melodie den Seligen vermähle.

So hat auch dich die Gottheit wach geküsst
Zur Priesterin der Schönheit ... Süsse Töne
Sangst du der Welt. Dass sie dafür dich grüsst,
Sei ihr kein Dank, - kein Fallstrick deiner Schöne!

Frei schreite du durch allen Glast und Glanz,
Mit leichten Schritten, fest den Blick nach oben,
Dass du mit deinem letzten Liede ganz
Zur ewigen Vestale seist erhoben!

Karl Ernst Knodt
Aus der Sammlung Meine Menschen

   
  
  

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