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Ahnungen

Manchmal ein Glanz, wie des Tages
blühender Morgenstreifen,
willig bald zu verloh'n,
bahnte sich Weg durch das Dunkel,
Ahnungen, grade erwachend,
hörte ich sagen so:

"Kommt er, nähert er sich, ist er
befreit aus dem Mutterschoß,
seine Nähe man fühlt,
spielt er, wächst er, geht er weiter
wie ein Jüngling mit gütigem
Blick, den eines lieben Freunds?

Lächelt er? Freieres Spötteln
nie legte der Grazien Liebling
über die Weisen Athens,
niemals ein Günstling der Götter
wilder schmetterte der Götter
Herme auf Tempelstein.

Niemals ein junger Heros,
heiter wie er und glücklich,
trank aus dem erdkühlen Brunn
Wasser mit lesbischem Traubsaft,
küsst' eines gebenden Mädchens
liebesverdurstenden Mund.

Ist er ein Sänger? Orfeus
nie so wie er ließ rauschen
Schönheit in der Wälder Laub,
lebenden Ton ließ schwingen
aus einer harten Klippe,
stumm, geschlossen und taub.

Niemals Behagen ließ wallen
äsende Herden von Schafen
durch aller Mark und Bein,
und dass glückseliger schallten
menschliche, klingende Sinne
hoch zu Elysiums Heim.

Ist er ein Krieger? Der Indus
ist keine Grenz' für den Heerzug,
an Grenzen macht er nicht halt,
größeres Reich wohl gewinnt er,
als das, was der Sohn von Ammon
anderen Völkern stahl.

Trotzig und froh soll er streiten,
edelmütig und gütig
gebrauchen seine Macht,
lange in Gutheit herrschen
in uns'rem geliebten Land,
das man ihm dargebracht."

© Willi Grigor, 2017,
Übersetzung aus dem Schwedischen:

Aningar

Stundom en skymt som av dagens
gryende morgonstrimma
flyktigt att snart förgå
lyste sig väg genom dunklet,
tankar, som just börjat morgnas,
hörde jag tala så:

"Kommer han, nalkas han, är han
stigen ur modersskötet,
ström av hans närhet känns,
leker han, växer han, går han
fram som en yngling med givmild
blick lik en älskande väns?

Ler han? Ett friare löje
log icke gratiernas älskling
över de vises Aten,
aldrig en gudarnes gunstling
ystrare krossade gudars
hermer mot tempelsten.

Aldrig en fri ung heros
glättig som han och lycklig
druckit vid lundkylig brunn
vatten med lesbisk druvmust,
kysst en kredensande flickas
kärleksförtörstande mun.

Är han en sångare? Orfevs
aldrig som han lät susa
skönhet i skogars löv,
levande ton lät dallra
fram genom hårda klippan,
stum, tungt sluten och döv.

Aldrig behag lät bölja
ängarnes betande hjordar
hän genom liv och lem,
kom att lycksaliga ljuda
människors klingande sinnen
högt mot Elysiens hem.

Är han en krigare? Indus
är ingen gräns för hans härtåg,
ländernas gräns är ej hans,
vidare välde väl vinner
han än det fordom av Ammons
son över folken vanns.

Trotsig och glad skall han strida,
ädelmodig och vänsäll
bruka sin segers makt,
länge i godhet råda
över vart älskat land, som
blev honom underlagt."

Gustaf Fröding

  
  


Gustaf  Fröding   

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