Der TropfenEin Tropfen einst vom Himmel fiel,
Rein und klar er war.
Es warteten ihn der Menschen viel,
Ein Gefühl so wunderbar.
Doch bald sie merkten, oh welch Trug,
Ein Tropfen ist bei weitem nicht genug.
Einem fiel er ins Gesicht,
Dort er fast einer Träne glich.
Zunächst gepriesen, dann verachtet,
Ein Tropfen – heut gar nicht beachtet.
Fiel zu Boden, wie gescheit,
Floss ins Meer der Unendlichkeit. © Sebastian Dommel, 2009 |