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Sie wollen etwas über meine Gefährten wissen

Sie wollen etwas über meine Gefährten wissen.
Das Bergland, Sir, der Sonnenuntergang,
sowie ein Hund, so groß wie ich,
den mir mein Vater kaufte.
Sie sind besser als menschliche Wesen,
weil sie verstehen, dies aber nicht äußern;
der Lärm im Pool
zur Mittagszeit übertönt mein Klavier.
Ich habe einen Bruder und eine Schwester;
meine Mutter macht sich keine Gedanken,
und Vater ist zu stark mit seiner Korrespondenz beschäftigt,
um zu merken, was wir tun.
Er kauft mir viele Bücher,
bittet mich jedoch, sie nicht zu lesen,
weil er befürchtet, dass sie Geist und Seele erschüttern.
Sie sind gläubig, außer mir,
und wenden sich allmorgendlich an etwas Verfinstertes,
das sie ihren „Vater“ nennen.

Ich lerne gern hinzu.
Könnten Sie mir beibringen, mich weiterzuentwickeln,
oder ist es nicht kommunizierbar,
wie Gotteslob oder das Zaubern mit Worten?


© Bertram Kottmann,
aus dem Amerikanischen:


You ask of my companions.
Hills, sir, and the sundown,
and a dog large as myself,
that my father bought me.
They are better than beings
because they know, but do not tell;
and the noise in the pool
at noon excels my piano.
I have a brother and a sister;
my mother does not care for thought,
and father, too busy with his briefs
to notice what we do.
He buys me many books,
but begs me not to read them,
because he fears they joggle the mind.
They are religious, except me,
and address an eclipse ev'ry morning,
whom they call their "Father."
But I fear my story fatigues you.

I would like to learn.
Could you tell me how to grow,
or is it unconveyed,
like melody or witchcraft?

from a letter from Emily Dickinson to
Thomas Wentworth Higgins, dated April 25, 1862

Emily Elizabeth Dickinson, 1862

  
  

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