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Betgemeine

Wenn aus heiligem Vereine
Das Gebet gen Himmel steigt,
Lässt an Seiner Blutsgemeine
Sich der Herr nicht unbezeugt.

Freundlich neigt Er Sich hernieder,
Segnet gerne jedes Herz,
Dass des Nantes frohe Lieder
Voller schallen himmelwärts.

Tränen, die im Stillen stießen,
Trocknet Seine Liebeshand,
Heimweh weckt Er durch den süßen,
Schönen Trost vom Vaterland.

Bürden, die den Pilger drücken
Nimmt Er voll Erbarmung ab,
Dass ein Jeder mit Entzücken
Wieder greift zum Wanderstab,

Sorgen, die am Herzen nagen,
Jagende Befürchten flieh’n;
Stille schweigen alle Klagen,
Hell wird, was erst dunkel schien.

Segnend geht Er durch die Reihen,
Jedem Herzen tritt Er nah’,
Dass in himmlischem Erfreuen
Alle fühlen: Er ist da!

Basel, den 22. September 1869.

H.J. Breiter, 1869
Aus der Sammlung Vermischte Gedichte

  
  

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