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Verwandte Gedichte |  Rilke, Wir wollen, wenn es wieder Mondnacht wird...   
 Heyse, In der Mondnacht
 Julius Wilhelm Fischer, In einer Mondnacht möcht ich allein
 Knodt, In einer Mondnacht  
| | |  | Wir wollen, wenn es wieder Mondnacht wird...Rainer Maria Rilke Wir wollen, wenn es wieder Mondnacht wird,
die Traurigkeit zu großer Stadt vergessen
und hingehn und uns an das Gitter pressen,
das von dem versagten Garten trennt.
Wer kennt ihn jetzt, der ihn am Tage traf:
mit Kindern, lichten Kleidern, Sommerhüten, -
wer kennt ihn so: allein mit seinen Blüten,
die Teiche offen, liegend ohne Schlaf.
Figuren, welche stumm im Dunkel stehn,
scheinen sich leise aufzurichten,
und steinerner und stiller sind die lichten
Gestalten an dem Eingang der Alleen.
Die Wege liegen gleich entwirrten Strähnen
nebeneinander, ruhig, eines Zieles.
Der Mond ist zu den Wiesen unterwegs;
den Blumen fließt der Duft herab wie Tränen.
Über den heimgefallenen Fontänen
stehn noch die kühlen Spuren ihres Spieles
in nächtiger Luft.
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Rainer Maria Rilke
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|  | In einer Mondnacht möcht ich alleinJulius Wilhelm Fischer In einer Mondnacht möcht' ich allein
Mit dir auf der thauigen Haide sein:
Vor uns das ruhige Wiesenthal,
Erhellt vom dämmernden Mondenstrahl,
Die weißen Nebel steigen herauf
Und ruhiger wird des Flusses Lauf,
Es rinnen und rauschen die Wellen so sacht
Hin durch die heilige Nacht.
Oft stand ich einsam oben und sah
Hinunter traurig, daß Keiner mir nah:
Wie hoch meine wogende Brust auch schwoll
Bewegt und weicher Gefühle voll,
Wie tief auch die Nacht und der milde Schein
Meine Seele ergriff — ich war allein,
Ich hatte für meine Wehmuth und Lust
Keine einzige fühlende Brust.
Wärst du, mein Licht und Leben, bei mir,
Läg' deine Hand in der meinen hier:
Du würdest, was mich bewegt, verstehn,
Derselbe Schauer sollt' uns durchwehn —
Vielleicht der Liebe stillwandelndes Glück,
Verscheucht vom Tage, käme zurück
Wie hehr war' dann erst die heitere Nacht,
Wie helle des Mondes Pracht!
Text von Julius Wilhelm Fischer drucken
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|  | In einer MondnachtKarl Ernst Knodt Heut ging mein Geist auf seltsamem Pfade.
's war Mondnacht. Wie helle, heilige Gnade
schritten Verklärte in strahlender Pracht
mit Schalen silbernen Quells durch die Nacht.
Die Sterne: wie sie so durstig schienen
und Sehnsucht zeigten nach Menschenmienen.
Es lief eine Liebe weithin durch die Welt,
als wäre die Erde schon himmlisch erhellt.
Text von Knodt drucken
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