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Verwandte Gedichte

 Heyse, In der Mondnacht 
 Julius Wilhelm Fischer, In einer Mondnacht möcht ich allein 
 Morgenstern, Wintermondnächte - III. 
 Gumppenberg, Mondnacht nach George Grosz 

 

In der Mondnacht

Paul Heyse


In der Mondnacht, in der Frühlingsmondnacht
Gehen Engel um auf leisen Sohlen;
Blonde Engel, innig und verstohlen
Küssen sie die schönsten Menschenblumen.

Tausendschönchen, allerliebste Blume,
Weiß es wohl, woher der Schimmer stammet,
Der dir heut das Antlitz überflammet:
Bist noch in den Traum der Nacht verloren.

Denkst der Engel, die durchs kleine Fenster
Sich auf Mondesstrahlen zu dir schwangen,
Leise dir zu küssen Mund und Wangen
In der Mondnacht, in der Frühlingsmondnacht.

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Paul Heyse

Paul Heyse

In einer Mondnacht möcht ich allein

Julius Wilhelm Fischer


In einer Mondnacht möcht' ich allein
Mit dir auf der thauigen Haide sein:
Vor uns das ruhige Wiesenthal,
Erhellt vom dämmernden Mondenstrahl,
Die weißen Nebel steigen herauf
Und ruhiger wird des Flusses Lauf,
Es rinnen und rauschen die Wellen so sacht
Hin durch die heilige Nacht.

Oft stand ich einsam oben und sah
Hinunter traurig, daß Keiner mir nah:
Wie hoch meine wogende Brust auch schwoll
Bewegt und weicher Gefühle voll,
Wie tief auch die Nacht und der milde Schein
Meine Seele ergriff — ich war allein,
Ich hatte für meine Wehmuth und Lust
Keine einzige fühlende Brust.

Wärst du, mein Licht und Leben, bei mir,
Läg' deine Hand in der meinen hier:
Du würdest, was mich bewegt, verstehn,
Derselbe Schauer sollt' uns durchwehn —
Vielleicht der Liebe stillwandelndes Glück,
Verscheucht vom Tage, käme zurück
Wie hehr war' dann erst die heitere Nacht,
Wie helle des Mondes Pracht!

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Wintermondnächte - III.

Christian Morgenstern


(Die Ski-Läufer.)

Mondnacht über Markt und Gassen -
Mondnacht in der Brust der stillen -
und ein alles Lebens Willen
grenzenlos Gewährenlassen -.

An geheimnisvollen Hängen -
auf noch ungestapften Matten -
unter Tannen-Feiergängen -
zwischen Silberlicht und Schatten -.

Plötzlich durch den Wald herunter:
jugendjubelnd, fackelnkreisend
rascher Bursch' und Mädchen bunter
Schwarm im Sturm zu Thale gleisend - -.

Ruf und Gruss ... und wieder Schweigen -
zauberweisses Märchenspinnen -
und ein in dein tiefstes Sinnen
Glück und Glanz sich nieder Neigen.

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Christian Morgenstern

Christian Morgenstern

Mondnacht nach George Grosz

Hanns von Gumppenberg


Mondnacht
nach George Grosz

Mondnacht, du silberflietschiger Kitsch -
Ich bin alkoholisch erregt..
O verflucht!
Und der Stiefel des ewigen Juden knarrt fortwährend da vor mir,
Quarr-quietsch, quarr-quietsch!

Der Mond rundwund verwest
Wie gespieene Milch,
Girrgirr bischt ..
O verflucht!
Und der Stiefel des ewigen Juden knarrt fortwährend da vor mir,
Quarr-quietsch, quarr-quietsch!

Ich fistle in ursachlosen Träumen,

Jihi diridih!
Doch die Irrenanstalt schnarcht traumios,
Und der Stiefel des ewigen Juden knarrt fortwährend da vor mir,
Quarr-quietsch - o verflucht!!
Brücken wackeln mit ihren Buckeln, Laternen nicken und knicken,
Klirrklick klagerack..
O verflucht!
Und der Stiefel des ewigen Juden -
- Hick!

Mein Blick
Fängt ein besoffenes Vieh -
Diridih!
Hu-ah gurrgurrgurr
Bischt - platsch!
Ich gehe, hitsch, hatsch -
Und der Stiefel des ewigen Juden -
- Hack!

So 'n Pack!
Auf der Terrasse
Überm verwesten Milchkanal
Sitzt Fischamsofa*), meine Geliebte ..
Unter taumelnden Sterntrapezen
Frißt sie Bretzen
Und säuft Sekt
Ganz verrucht -
O verreckt,
O verflucht,
Schluck auf Schluck -
Huck!!

Und zwanzig Onkels sind bei ihr,
Patschen ihre milchig verwesten Mondkniee,
die wundrunden..
Pitsch patsch,
Pitschel patsch,
Pitschi pitschi patschelpatsch!
Olga Fischamsofa,
Lasest du Casanova?
Schunkelst du mit den Schenkeln?
Munkelst du mit den Önkeln??
Hick! Hack! Huck! Heck!!
O verflucht -
Jetzt lieg' ich im Dreck!!
Und der Stiefel des ewigen Juden vollführt auf meinem
Nabel einen Niggertanz.

*) Oder heißt sie Nischanova? Ich weiß es nicht mehr genau.

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