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Verwandte Gedichte

 Prutz, Vertrauen 
 Egloff, Vertrauen auf Gott. 
 Renate Tank, VERTRAUEN 
 Noichl, Vertrauen schaffen 

 

Vertrauen

Robert Eduard Prutz


(1842)

Wir wolln ja gern vertrauen,
Wohlan, vertraut auch ihr!
Und dann verbrüdert bauen
Den Dom der Freiheit wir.

Ihr seid die Hocherkornen,
Ihr kennt die Sehnsucht nicht.
Von der uns Staubgebornen
Die bange Seele bricht.

Ihr kennet nicht die Wunden
Ohnmächt'ger Sklaverei.
Ihr habt es nie empfunden,
Wie schwer die Knechtschaft sei.

Und doch, in goldnen Mauern
Unter der Krone Last,
Auch ihr seid zu bedauern -
So einsam, so verhaßt!

Wohlan, von euren Thronen
So steigt auch ihr herab,
Und legt die kalten Kronen,
Den toten Purpur ab.

Laßt uns die Herzen tauschen,
Das allerwärmste Blut!
Laßt wonnig uns durchrauschen
Des Lebens heil'ge Flut!

Noch ist es Zeit zu wählen,
O nehmt die Zeit in acht!
Noch haben unsre Seelen
Nicht ganz sich losgemacht!

Noch wollen wir vertrauen,
Wohlan, vertraut auch ihr!
Und dann verbrüdert bauen
Den Dom der Freiheit wir.

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Robert Eduard Prutz

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Vertrauen auf Gott.

Luise Egloff


Vertraue, meine Seele,
In jeder Zeit auf Gott!
Er ist es, wenn ich fehle,
Er ist's in jeder Not,
Der meinen Geist erhebet,
Das Herz mit Kraft belebet,
Wenn auch Gefahr mir droht.

Mit milder Vatergüte
Dämpft er der Leiden Glut.
Wenn nur in dem Gemüte
Ein fester Glaube ruht;
O! dann sind wir hienieden
Von jedem Gram geschieden:
Vertrauen gibt und Mut.

Nur diese sanfte Quelle
Flößt Kraft zum Dulden ein:
Wie kann des Schicksals Welle
Dem Menschen furchtbar sein?
Wenn ihn Vertrauen leitet,
Und Segen ihm bereitet,
Dann schreckt ihn keine Pein.

Voll seiner Kindesliebe
Blickt er zu Gott empor:
Ihm weiht er seine Triebe,
Ihm leiht er gern das Ohr.
Beim Kummer fühlt er Wonne;
Denn des Vertrauens Sonne
Dringt aus der Nacht hervor.

O holdes Licht! dein Schimmer
Belebt das schwache Herz;
Umstrahle uns doch immer
In wehmutsvollem Schmerz.
Dann blicken wir bei Freuden,
Wie bei den größten Leiden,
Vertrauend himmelwärts.

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Luise Egloff

Luise Egloff




VERTRAUEN

Renate Tank


Vertrauen, diese wunderschöne Säule,
die alles stützen und zusammenhalten soll,
bekommt im Lauf des Lebens manche Beule.
Verwandelt manche Liebe dann in Groll.

Die Eifersucht erschrickt in ihrer Kammer.
Hielt lange Schlaf, doch nun ist sie erwacht.
Ergreift ihr altes, hässlich-rotes Banner.
Hat über Nacht den größten Brand entfacht.

So erschüttert, verlor die starke Säule
den festen Grund, denn Sand genügt ihr kaum.
An Marmorsplittern sättigt sich die Fäule,
die das Vertrauen schlingt bis an den Saum.

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Renate  Tank

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Vertrauen schaffen

Gabriele Noichl


Sag mir, was Du willst und fühlst
und sprich nicht durch die Blumen.
Zweifel, die Du so aufwühlst,
gewinnen an Volumen.

Offenheit wünsche ich mir,
um Skepsis abzubauen.
Seh‘ ich Ehrlichkeit in Dir,
kann ich Dir voll vertrauen.

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