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Verwandte Gedichte

 Ernst Goll, Abendfriede 
 Josefa Metz, Sehnsuchtsland 
 Josefa Metz, Reiselied 

 

Abendfriede

Ernst Goll


Und eine große Weihe ist in mir,
Der Abend kam auf mondverklärten Wegen,
So reich gesegnet gehe ich von dir,
Wie ein Versöhnter kehrt vom Abendsegen.

Wie ruhn sie tief im dämmerstillen Hafen,
Die bunten Wünsche, die der Tag erfand,
Ich bin so still. Nun werd ich selig schlafen,
Und meine Träume gehn ins Sehnsuchtsland.

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Sehnsuchtsland

Josefa Metz


Verlassen stehe ich am Strand,
Und meine durst'gen Blicke gleiten
Dorthin, wo meiner Sehnsucht Land
Enttaucht den stillen Meeresweilen.

Die Segel leicht vom Wind geschwellt
Fliegt, wie auf weißen Falterflügeln,
Ein Schifflein nach der fernen Welt»
Nach meiner Sehnsucht blauen Hügeln.

Beschwingte Seelen sind die Fracht,
Die von des Alltags grauen Hallen
Sich froh gelöst, um aus der Nacht
Nach ew'gem Lichte hinzuwallen.

Und immer hall' ich mich bereit,
Mir Platz im Schiffe zu erringen,
Doch meine Seele, schwer von Leid,
Hat keine Kraft und keine Schwingen.

So bleibe einsam ich am Strand,
Und meine durst'gen Blicke gleiten
Dorthin, wo meiner Sehnsucht Land
Enttaucht den stillen Meereswellen.

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Reiselied

Josefa Metz


Hinter dem blauen Vorhang der Ferne
Liegt unser blühendes Sehnsuchtsland,
Strahlen Glück verheißende Sterne,
Steht der Sommer im Rosenbrand. —
Hinter dem blauen Vorhang der Ferne. . .

Segne Sonne Du uns die Reise.
Baue aus Strahlen uns einen Weg,
So auf goldig-funkelndem Gleise
Finden wir sicher den rechten Weg. —
Segne Sonne Du uns die Reise!

Weiler! Der Alltag blieb in den Gassen.
Festgebunden von dumpfer Ruh',
Wir, auf schwindelnden Hochlandstraßen
Wandern dem Blühen und Leuchten zu. —
Weiter! Der Alltag blieb in den Gassen.

Siehe, schon grüßen silberne Firnen,
Dunkler Wälder flüsternder Kranz,
Und der Hügel errötende Stirnen
Zu uns herüber im Abendglanz.
Siehe, schon grüßen silberne Firnen. —

Zwingt alle lastenden Sorgen nieder»
Breitet die Arme in Jugendlust,
Schenkt die Schönheit der Erde Euch Lieder,
Löst sie jauchzend aus Eurer Brust.
Zwingt alle lastenden Sorgen nieder! —

Schließt sich dann wieder der duftigen Weite
Blauer Vorhang vor unserm Blick,
Ziehn wir unter dem lieben Geleite
Selig durchschwelgter Stunden zurück
Aus dem Wunderlande der Weite. —

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