Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Dichter () » » » Verwandte Gedichte


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  

Verwandte Gedichte

 Max Hofmann, Den salz’ i aus. 
 Cornelius, Angedenken 
 Ritter, Requiem 
 Georg Kulka, Dem Geiste Landauers 

 

Den salz’ i aus.

Max Hofmann


Der alte Anderl ziagt scho lang
Am Lehrer d' Orgel auf.
Er bild' si' drauf aa ebbas ei,
Daß er in's Chor darf nauf.

Doch letzthin hat der Lehrer ean
Ganz sakrisch scho vergrimmt;
Er hat 'n Anderl g'schimpft a weng,
Weil er so spat oft kimmt.

Ganz gifti geht der Anderl hoam:
»Den Lehrer kriag i scho;
Paß auf!« sagt zu der Alten er,
»Den salz' i aus, den Moo.

Am Sunnta, wenn er's Hochamt spielt,
– Doch sag's net ummanand –
Ziag i eam auf a Requiem;
Na g'langt er mit der Schand!«

 Text von Max Hofmann drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken

Angedenken

Peter Cornelius


Von stillem Ort,
Von kühler Statt
Nahm ich mit fort
Ein Efeublatt.

Ein Requiem
Tönt leis und matt,
Sooft ich nehm
Zur Hand das Blatt.

Wenn aller Schmerz
Geendet hat,
Legt mir aufs Herz
Das Efeublatt

 Text von Cornelius drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Peter Cornelius

Peter Cornelius




Requiem

Anna Ritter


Vom blühenden Lager hebt sich der Wind.
Er rührt an den Baum,
Da zittern die Ästchen,
Er legt einen Traum
Dem Vogel ins Nestchen
Von Ländern, die immer voll Sonne sind.

Es zieht eine große stille herauf ...
Die Sonne verglimmt
Mit purpurnem Strahle,
Und leise stimmt
Das Glöcklein im Thale
Sein Liedchen an - der Abend wacht auf.

 Text von Ritter drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Anna Ritter

Anna Ritter

Dem Geiste Landauers

Georg Kulka


Ein A u f r u f goß sich aus. Ein Tod erwacht.
Schrick auf zum Requiem der Jesusmacht!

"Springt mancher Brunn ins Gras mit rotem Schein -
Der Freiheit letzter Sieg wird trocken sein."

Verliebten Traums und hassender Doktrin
Unzeit ist um. Äon der Wohl-Tat schien.

Durch die Antiqua deines Alphabets
Schien das verlernte sanfteste Gesetz.

Pflügtest du auch mit altem Apparat -
Es wuchs des Nichtstaats geistergebne Saat.

Und wurde Blut nicht müder noch Tumult -
Nie altert deines Lächelns Ungeduld:

In Schöpfung, die sich vorgeformt erhebt,
Sei Weltbetrieb vom Schöpfer überlebt.

Dein Tod beglaubige den Friedensschluß
Des ärmsten Lebens mit dem Genius.

Zeit neigt den Mordtag. Demut löscht ein Jetzt:
"Ich bin kein Hetzer; wie seid ihr verhetzt!"

Was liegt an des Geschöpfes Aufenthalt:
"Wir leben gar nicht .. und w i r sterben bald."

Du Uranfänglicher, d u wirst uralt
Als Meister Eckehart, als Blutsfreund Walt.

Und grüßt einmal dein Stern den Menschenstern,
Ist deines Mundes Kommunion nicht fern.

Du bebst uns, Vater, wieder durch die Hand.
Siehst deinen Sohn im aufgebrochnen Land.

Hörst sein Gebet: Aus Wahn und Irregehn
Erwecke uns, uns laß d i c h auferstehn.

Verlange R e c h e n s c h a f t wie ehedem.

Schrick auf, o Jesusmacht, im Requiem!

 Text von Georg Kulka drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken

 



















Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek