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 Platen, Herein, ergreift das Kelchglas! Was wollt ihr weiter tun... 
 Platen, O Tor, wer nicht im Augenblick den wahren Augenblick ergreift... 
 Preuschen, Du hattest Furcht 
 Adolf Pichler, Mänade. 

 

Herein, ergreift das Kelchglas! Was wollt ihr weiter tun...

August von Platen


Herein, ergreift das Kelchglas! Was wollt ihr weiter tun?
Was dürft, ihr Freunde, sonst noch, ihr Wegbegleiter, tun?
Ihr rückt mir nur mit Unrecht ein wüstes Treiben vor,
Denn, da das Schiff zu Grund ging, was können Scheiter tun?
Ich weiß ein Volk, das ehmals die Freude war der Welt:
Was wollt’ ich, wär’s ein Volk noch, als braver Streiter tun!
Doch greif ich zum Pokal nun, und sing ein Lied und will
Was hart und unabweisbar, gelind und heiter tun!
Den Himmel, wenn mein Arm dich umschlingt, begehr ich nicht,
Was sollt’ ich, wär’ ich Jakob, mit seiner Leiter tun?

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O Tor, wer nicht im Augenblick den wahren Augenblick ergreift...

August von Platen


O Tor, wer nicht im Augenblick den wahren Augenblick ergreift,
Wer, was er liebt, im Auge hat, und dennoch nach der Seite schweift!
Ihr wähnt, es sei der Freude Schloß für ew’ge Tage stark und fest,
Doch, wenn ihr’s heute nicht besetzt, so seht ihr’s morgen früh geschleift;
Es hat der Sämann ausgesät, doch frißt die Sense nun der Rost,
Des Schnitters Arme sind zu schlaff, was hilft es, ob das Korn gereift?
Die welken Blätter lest ihr auf, da stürmisch der November saust,
O pflücktet Blüten ihr im Mai, wenn aus dem Laub der Vogel pfeift!
Nur der vermag, wie Titus einst, zu rufen: Ich gewann den Tag!
Wer einen süßen Mund berührt, an einen schönen Arm gestreift:
Die Lehre zwar ist alt, ich weiß; doch hat sie mancher nicht befolgt,
Des Grab sich nun im Lenz berost, des Grab sich nun im Herbst bereift.

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Du hattest Furcht

Hermione von Preuschen


Der süßen Träume einer - flüchtigster -,
du mir zur Seite - Mangoblütenduft
in schweren, dichten Wellen um uns her.

Aus deiner Seele drang ein leiser Ton,
ein Aeolsharfenton -, auch meine Seele,
sie sang ihn mit!

Nacht sank herab, die Blüten flammten auf
im Kelchglas - meine Sehnsucht wuchs!

*

Dann kamst du wieder -,
deine Seelentür
war mir verschlossen - und es starb ein Glück
noch in der Knospe!

Du hattest Furcht vor mir und vor der Liebe!

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Hermione von Preuschen

Hermione von Preuschen

Mänade.

Adolf Pichler


Auf dem Stock den Zirbelzapfen.
Um das Haar den Zweig der Rebe,
Hoch das Kelchglas in der Rechten —
Du Mänade oder Hebe!
Floh'n wir nicht vor den Barbaren
Hin zu Hellas Blüthenstrande,
Warum bietest du des Hopfens
Laub mir spöttisch znr Guirlande?

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