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Verwandte Gedichte

 Mühsam, Ich wollt das Lied des Herzens nicht verschweigen 
 Falke, Der tapfere Schneider 
 Adolf Pichler, Mänade. 
 Bechstein, Lied von dem, der wollte, und nicht konnte 

 

Ich wollt das Lied des Herzens nicht verschweigen

Erich Mühsam


Ich wollt das Lied des Herzens nicht verschweigen.
Ich wollt es jubelnd zu den Menschen schmettern,
die bleich am Baume der Erkenntnis klettern,
das Glück vermutend in den kahlen Zweigen.

Ich wollt sie rufen zu den breiten Küsten,
an die des Meeres Wellen silbern schlagen.
Ich wollt sie lehren leichte Schultern tragen
und freien Sinn in übermüt'gen Brüsten.

Ich stoß ins Horn. Noch einmal. - Doch ich staune:
die Menschen lachen, die ich wecken wollte,
als ob ein Mißton in die Lüfte rollte. -
Es muß ein Sandkorn sein in der Posaune.

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Erich Mühsam

Erich Mühsam

Der tapfere Schneider

Gustav Falke


"Ich wollt', ich wär' ein Held und ritt
Als Oberst in den Krieg,
Und tausend Helden reiten mit,
Das giebt den schönsten Sieg.

"Ich wollt', ich wär' ein Kapitän,
Und mein das weite Meer,
Da flieg' ich vor des Sturmes Wehn,
Und fürcht' mich nicht, daher.

"Ich wollt', ich wär' ein Jägersmann,
In Feld und Wald zu Haus,
Den stärksten Löwen fall' ich an.
Und mach' ihm den Garaus.

"Ich wollt', ich wär', ich wollt', ich wär' -
Das Größte ist mir recht!"
Und tapfer zückt die Schneiderscher'
Der Meister zum Gefecht.

Und ritsch und ratsch ins feinste Tuch,
Stürmt er Verhau, Verhack!
Viktoria! - O Schneiderfluch:
Verschnitten ist der Frack.

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Gustav Falke

Gustav Falke




Mänade.

Adolf Pichler


Auf dem Stock den Zirbelzapfen.
Um das Haar den Zweig der Rebe,
Hoch das Kelchglas in der Rechten —
Du Mänade oder Hebe!
Floh'n wir nicht vor den Barbaren
Hin zu Hellas Blüthenstrande,
Warum bietest du des Hopfens
Laub mir spöttisch znr Guirlande?

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Lied von dem, der wollte, und nicht konnte

Ludwig Bechstein


War einst ein Mann, im Wollen,
Voll starker Zuversicht.
Dem nichts hat glücken sollen;
Er wollt', und konnte nicht.

So wollt' er Bücher schreiben,
Auf Ehr' und Ruhm erpicht.
Doch mußt' er's lassen bleiben;
Er wollt', und konnte nicht.

Zur Leier möcht' er singen
Ein göttliches Gedicht.
Die Saiten thäten springen,
Er wollt', und konnte nicht.

D'rauf wollt' er sich verlieben,
Man lacht' ihm ins Gesicht.
Die Lieb' ist unterblieben;
Er wollt', und konnte nicht.

Er zog in Krieg, — man streitet,
Man schießt, man sticht und ficht,
Das Ding war ihm verleidet,
Er wollt', und konnte nicht.

Und, was er angefangen,
Der arme blöde Wicht,
Verkehrt nur ist's gegangen,
Er wollt', und konnte nicht.

Könnt' keinen Kranz erwerben,
Den Lebensfreude flicht.
Da wollt' er vor Kummer sterben,
Er wollt', — und konnte nicht. -

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Ludwig Bechstein

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