Die Heimatdichterin Anna KarbeAnna Karbe (* 4. Mai 1852 in Gramzow, Uckermark; † 19. April 1875 in Lichterfelde (Barnim)) war eine märkische Lieder- und Heimatdichterin.
Leben
Anna Karbe war die Tochter von Hermann Karbe Kgl. Preuß. Amtsrat und Pächter zu Gramzow/Uckermark und seiner Ehefrau Mathilde Hengstenberg. Sie war eine Nichte des Theologieprofessors Ernst Wilhelm Hengstenberg.
Bei einem Sturz im Alter von sieben Jahren verletzte sie sich schwer am Rückgrat. Ihr Leben war stark durch Sorgen und Leid geprägt, was sich auch in ihrer Dichtung widerspiegelt. Drei ihrer Geschwister starben früh und als sie zwölf war, starb ihre Mutter.
Anna Karbe wurde preußisch, konservativ und christlich erzogen und geprägt. Sie besuchte keine Schule; sie brachte sich das Lesen selbst bei und erhielt zeitweise Unterricht durch die ortsansässigen Pfarrer oder Hauslehrer.
Am 18. Februar 1873 heiratete Karbe in Bad Freienwalde (Oder) ihren Cousin, den Rittergutsbesitzer von Lichterfelde, (Johannes) Hans Karbe.
Am 30. Oktober 1874 wurde eine Tochter geboren, die bereits am 14. November 1874 verstarb.
Anna Karbe starb am 19. April 1875 und ist auf dem Kirchhof in Lichterfelde im Karbeschen Familiengrab beigesetzt.
Leistungen
Ihre in ihren Gedichten verarbeiteten Gefühle, Empfindungen und Hoffnungen waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Anna Karbe bezeichnete ihre Dichtung selbst als „Küchenlieder“.
Der Literaturforscher und Pädagoge Philipp Wackernagel wurde nach dem Lesen ihrer Tagebücher auf ihr literarisches Talent aufmerksam und verlegte mehrere ihrer Lieder.
Bis in die 1930er Jahre gab es Neuauflagen der Gedichte von Anna Karbe. 1931 wurde eines ihrer Lieder Bestandteil des Evangelischen Gesangbuchs für Brandenburg und Pommern.
Würdigungen
Zum Gedenken an ihre künstlerische und heimatkundliche Bedeutung wurde in Gramzow/Uckermark ein Gedenkstein aufgestellt, die dortige Schule und eine Straße ihr zu Ehren benannt. aus Diese Biographie basiert auf einem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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