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ALLTAG

Oh Tag für Tag dieselbe dumpfe Not
und Tag für Tag die gleiche Angst ums Brot:
Das macht uns stumpf und lehrt uns Sich-bescheiden.
Das biegt allmählich unsre Nacken krumm,
und tritt auf unsre Herzen, bis sie stumm,
und wir es kaum noch fühlen, wie wir leiden.

Nur manchmal einer, der geht leicht beschwingt
durch unsere Drangsal mitten durch und singt.
Da staunen wir und können kaum begreifen.
Er aber träumt ins Blaue, singt und zieht
den goldnen Wolken nach und läßt sein Lied
als leisen Trost für unsern Alltag reifen.

Josef Weinheber, 1914
Aus der Sammlung Suchen und Kämpfen

  
  

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