Märchen.Du trugst einen Schmuck so wunderbar,
Leuchtkäfer in deinem lockigen Haar,
die funkelten seltsam in grünlichem Schein,
wie eine Krone aus Edelgestein –
Und du sagtest, du wolltest mein Eigen sein!
Ich hielt dich im Arm, und ich küsste dich –
In jener Sommernacht liebtest du mich –
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Nun ist es Herbst, und der Nebel rinnt,
all meine Träume verwehten im Wind,
über die Heide, um Bruch und Moor
zittert der herbstnacht Tränenflor –
ringsum auf den öden Waldessteigen
trauert der Einsamkeit tiefes Schweigen –
Da – über dem Weiher – ein wirres Gefunkel,
fahlgrüne Flämmchen huschen durchs Dunkel,
Irrlichter tanzen auf Sumpf und Moor,
ducken sich nieder und zucken empor –
Du hast mir einmal ein Märchen erzählt
von dem armen Kind, das den Weg verfehlt,
den Weg zum Glück, in das Heimatland –
und das nun nimmer nach Hause fand,
das nun suchend irrt – immerzu, immerzu
durch die weite Welt ohne Rast, ohne Ruh’,
von Tränen verdunkelt sein Augenpaar –
ach, heute weiß ich’s, das Märchen ist war –
es sucht noch immer das arme Kind
den Weg zur Heimat in Nebel und Wind,
es folgt eines Irrlichts trügrischem Schein
und meint, es ginge zur Heimat ein . . .
Drang nicht ein klagender Ruf an mein Ohr?
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Irrlichter tanzen auf Sumpf und Moor. . . Leon Vandersee
Aus der Sammlung Verwehte Blüten. |