Napoleons GrabAuf Veranlassung der Anfrage,
betreffend die Wegführung seines Staubes.
Den Staub nicht rühre: wo er weilet,
Siehst eine Siegessäule du.
Nur seine Ehre ist’s, die eilet
Zur Zeitengrenz — dem Staube Ruh!
Groß war er, weil in Eintracht halten
Er wollte was getrennt im All:
Des Neuen Geist und den des Men —
Das seine Größe und sein Fall.
Nicht bogen beide sich zusammen —
Zersprangen unter seiner Hand.
Rings lodern wieder auf die Flammen’
Von ihrem Streit auf Meer und Land.
Wo auf dem Meer die Welten beide
Sich treffen, sich die Sonne dreht,
Und Nach- und Vorwelt auf der Scheide
Der Hoffnung und Erinnrung steht,
Vulkane einst die Nacht erhellten —
Als Waage zweier Zeiten dort,
Als Grenzstein zwischen zweien Welten
Steh seine Urne fort und fort.
Dort kann sie hin auf beide blicken,
Hinweisen mit dem Herrscherstab,
Wie beide ihre Wellen schicken,
Zu schlagen an sein Riesengrab. Esaias Tegner
Aus der Sammlung Zweiter Teil |