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Gedichte » Georg Sutter » Sonnenstrahlen » Bubenstreiche - II.


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Bubenstreiche - II.

Da hatten wir von all’ den Räumen
Den besten uns bald ausgesucht,
Nun durften wir nicht länger säumen.
Rundum wurd’ erst ‘mal ausgelugt,

Ob auch der Flurschütz nicht zu sehen.
Wir sahen nichts, die Luft war rein,
Hinauf! Es wird uns nichts geschehen,
Es scheint heut keiner da zu sein.

Wir kletterten bis in die Spitze,
Ganz oben bis an’s äuß’re End’.
Ein Gabel-Ast dient’ uns zum Sitze.
Die Hände pflückten dann behend’,

Die dauernd fühlten wir zum Munde.
Die süßen Kirschen schmeckten gut.
Wir freuten uns der guten Stunde,
In unser’m Jugendübermut.

Doch, ich vergaß ganz zu erzählen,
Wer mein Kumpan gewesen war.
Ich will’s nicht länger mehr verhehlen:
Er hatte dichtes, blondes Haar,

Und war ein großer, kräft’ger Junge,
Zu losen Streichen stets bereit.
Auch eine ziemlich lose Junge
Hatt’ unser Peter jederzeit.

Dort, wo heut’ Merck’sche Mauern ragen,
Dort stand die Pfuhlgrub’ damals noch.
Daneben ein armseliger Wagen
Mit einem Zeltdach, nicht sehr hoch.

Georg Sutter, 1924
Aus der Sammlung Sonnenstrahlen

  
  

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