Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Ernst Stadler » Der Aufbruch » Der Aufbruch Die Flucht - Gegen Morgen


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Der Aufbruch Die Flucht - Gegen Morgen

Tag will herauf. Nacht wehrt nicht mehr dem Licht.

O Morgenwinde, die den Geist in ungestüme Meere treiben!

Schon brechen Vorstadtbahnen fauchend in den Garten

Der Frühe. Bald sind Straßen, Brücken wieder von Gewühl und Lärmversperrt –

O jetzt ins Stille flüchten! Eng im Zug der Weiber, der sich übern Treppengang zur Messezerrt,

In Kirchenwinkel knien! O, alles von sich tun, und nur in Demut auf das Wunder der Verheißungwarten!

O Nacht der Kathedralen! Inbrunst eingelernter Kinderworte!

Gestammel unverstandner Litanein, indes die Seelen in die Sanftmut alter Heiligenbilderschauen . .

O Engelsgruß der Gnade . . ungenannt im Chor der Gläubigen stehn und harren,daß die Pforte

Aufspringe, und ein Schein uns kröne wie vom Haar von unsrer lieben Frauen.

Ernst Stadler, 1914
Aus der Sammlung Der Aufbruch

  
  

Vorheriges Gedicht von Ernst Stadler Nächster Spruch von Ernst Stadler
   Gefällt Dir das Gedicht von Ernst Stadler?   
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
1923  • Rilke: Shawl, O Flucht aus 
19. Jahrhundert  • Daumer: Es flucht Hafis den Wasserfluthen... 
Barock  • Weckherlin: Dido 
18./19. Jh.  • Mayer: Aufbruch Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek