Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Joseph Victor von Scheffel » Waldeinsamkeit » Waldeinsamkeit. IX. Wenn die Unken rufen.


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Waldeinsamkeit. IX. Wenn die Unken rufen.

Grau dämmerts am Sumpf, ein Sternleinpaar scheint
Ob der Sahlweiden knorrigen Strunken,
Und wie wenn ein Chorus von Heuchlern weint
Tönt Dämmerungsklagruf der Unken.

Kaum ist nach des Tages kraftmüdender Jagd
Wie ein Leu die Sonne gesunken . .
Wird sie aus dem Schilf wie ein Freund schon beklagt
Vom Dämmerungsklagruf der Unken.

Was flötest du süß, weil der Leuchtwurm glimmt,
Frau Nachtigall, sternenscheintrunken?
Fleuch aus oder schweig! . . Dein »Züküht« überstimmt
»Unk, unk!« der Klagruf der Unken.

Nur wer munkeln versteht und das Dunkel durchspähn
Und mit Wildkatzenaugen drein funkeln,
Den freuts, auf nächtigen Raubschlich zu gehn,
»Unk, unk!« beim Klagruf der Unken!

Joseph Victor von Scheffel, 1884
Aus der Sammlung Waldeinsamkeit

  
  


Joseph Victor von Scheffel   

Joseph Victor von Scheffel


   


Vorheriges Gedicht von Scheffel Nächster Text von Scheffel
   Gefällt Dir das Gedicht von Scheffel?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Waldgedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
1870  • Leuthold: Lerchen und Unken 
19./20. Jh.  • Hopfen: Waldeinsamkeit. 
19. Jahrhundert  • Leuthold: Waldeinsamkeit 
18./19. Jh.  • Mayer: Gesangeswechsel 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek