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Dolche und Küsse

In einem Hefte längst vergess'ner Lieder
Fand Anselm Poitou ein klein Gedicht;
- Einst schrieb er's hin, da glühte sein Gesicht -
Es hieß: Auf einen Dolch. Kaum kannt' er's wieder:

"Nun ist's genug der Blumen und der Lieder!
Nun poch' ich an dein Herz, mir wehrst du nicht,
Das heiße Wort, das meine Zunge spricht,
Zwingt endlich deinen kühlen Hochmut nieder.

Ich will der Schlüssel sein zu deinem Herzen,
Ich öffne mir das stolz verwehrte Haus,
Auf seiner Schwelle enden alle Schmerzen!"

Und Anselm lacht: "Ist das ein Wiederfinden!
Ein schlecht' Gedicht!" Er streicht den Titel aus:
Auf einen Liebesbrief.
                Und schickt's Lucinden.

Hugo Salus
Aus der Sammlung Ernte

  
  

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