Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Hugo Salus » Ernte » Der überdrüssige Knabe


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Der überdrüssige Knabe

Und als ihm war zum Sterben,
Und Vater und Mutter schlief,
Ihm war so traurig weh zu Mut,
Er setzte sich zu schreiben
Noch einen Abschiedsbrief:

Ach, teure Eltern, ihr alten,
Was habt ihr Leids mit mir!
Mein Leben war so jung und rot,
Nun aber geh ich in den Tod -
Da mußt' er innehalten.

Er konnt' sich nicht besinnen,
Wie man das Wörtlein "Tod" wohl schreibt.
Er schämte sich und bebte
Und ließ den Tränen ihren Lauf
Und lächelte und lebte
Und lebt - und schrieb dies Liedchen auf!

Hugo Salus
Aus der Sammlung Ernte

  
  

Vorheriges Gedicht von Salus Nächster Text von Salus
   Gefällt Dir das Gedicht von Salus?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
18./19. Jh.  • Goethe: Ich war ein Knabe Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser
19./20. Jh.  • Gumppenberg: Der Knabe von Tirol nach Martin Greif 
Romantik  • Waiblinger: Der Knabe und die Mutter 
Realismus  • Felix Schumann: Zu spät 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek