Das alte Geschlecht an das jungeIch kann wohl nie erreichen,
Was ich erreichen will;
Ermüdend ist das Steigen,
Und endlos ist das Ziel.
Ich hab' mein ganzes Leben
Gestrebt in steter Hast,
Muß ungern mich begeben
Zu qualvoll früher Rast.
Ich fühl': ich werde sterben
Als unnütz' fauler Knecht;
Es find die reichsten Erben
Im folgenden Geschlecht.
Ich lasse ganze Lande
Und ganze Berge Gold,
Die ich zu ew'ger Schande
All' erst erobern wollt'!
Doch Wissens lichte Weiten
Und goldner Wahrheit Thron
Sind wohl erst fernster Zeiten
Mühsam erworb'ner Lohn.
Nimm, was ich bar gewonnen,
Und zürn' des Wen'gen nicht!
Auch Dir stießt ew'ger Bronnen,
Auch Dir quillt ew'ges Licht! Leo Sachse
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