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Mauerblümchen

Es blüht an der Mauer
in einsamer Trauer,
von keinem erspäht,
verkannt und verschmäht.
Da sieht es im Garten
die anderen Arten,
in strahlendem Glanz,
der Wind lädt zum Tanz;
und wie er sie streichelt
und ihnen schön schmeichelt.

Schon tritt aus dem Tor
der Gärtner hervor.
Er lenkt seine Schritte
direkt hin zur Mitte;
gleich wird er sich bücken,
die Schönsten zu pflücken;
und jetzt hilft kein Bitten,
sie werden geschnitten;
wer sich nicht versteckt,
wird leichter entdeckt.

Und sie an der Mauer
ist nicht mehr in Trauer.
Das, was sie gesehen,
kann ihr nicht geschehen,
denn dort an der Wand
wird sie nicht erkannt.
Sie hält ihr Gesicht
beiseite und spricht:
Ich bleibe bescheiden,
dann muss ich nicht leiden.

© Alfons Pillach
Aus der Sammlung Pflanzen

  
  


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