Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Alfons Petzold » Gesang von Morgen bis Mittag » Im Kampf der Zeit » Osterlied


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Osterlied

Jede Furche der Erde spannt
sich in einem neuen Vollbringen,
über das rauchende, schaffende Land
hört man die seligen Lerchen singen.
Aus dem Schollenbrechen der Pflüge,
aus dem Geprassel der fallenden Saat,
aus dem Geklirre der Milchkrüge,
aus jeder werdenden Bauerntat
tönt es hinein in die Stuben der Not:
"Unser die Erde und unser das Brot!"

Alle Steine der Städte sind
von dem Atem der Sonne trunken.
Blüten schleudert der Frühlingswind
in den Kreis der ärmsten Spelunken.
Aus der Räder eisernen Kehlen,
aus der Berge erzenem Schurf,
aus den mächtig durchdonnerten Sälen,
aus jedem werkebeglückenden Wurf
tönt es hinein in die Stuben der Not:
"Unser die Erde und unser das Brot!"

Ostern! Auferstanden der Geist
aus dem toten Gehäuse der Dinge.
seht, wie ein innerer Drang zerreißt
alle menschlichen Ketten und Ringe.
Aus den Stätten zertrümmerter Gräber,
aus dem Schutt veralteter Macht,
aus den Händen der freudigen Geber,
die uns dies herrlichste Ostern gebracht,
tönt es hinein in die Stuben der Not:
"Unser die Erde und unser das Brot!"

Alfons Petzold

  
  


Alfons Petzold   

Alfons Petzold


   


Vorheriges Gedicht von Petzold Nächster Text von Petzold
   Gefällt Dir das Gedicht von Petzold?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Feiertagsgedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
19./20. Jh.  • Paula Dehmel: Osterlied 
19. Jahrhundert  • Böttger: Osterlied Favorit unserer Leser
19./20. Jh.  • Fred Endrikat: Es werde 
19. Jahrhundert  • Lutze: Osterlied 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek