Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym   Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Gotthold Ephraim Lessing » An den Herrn N


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

An den Herrn N

Freund, noch sind ich und du dem Glücke
Ein leichter Schleiderball.
Und doch belebt auf seine Tücke
Kein beißend Lied den Widerhall?

Der Tor gedeiht, der Spötter steiget,
Dem Bösen fehlt kein Heil.
Verdienst steht nach, und fühlt gebeuget
Ein lohnend Amt dem Golde feil.

Auf, Freund! die Geißel zu erfassen,
Die dort vermodern will.
Seit Juvenal sie fallen lassen,
Liegt sie, Triumph ihr Laster! still.

Geduld! Schon rauscht sie durch die Lüfte,
Blutgierig rauscht sie her!
Verbergt, verbergt die bloße Hüfte!
Ein jeder Schmiß ein giftger Schwär!

Erst räche dich, dich Freund der Musen.
Du rächest sie in dir!
Doch dann auch mich, in dessen Busen
Ein Geist sich regt, zu gut für hier.

Vielleicht, daß einst in andern Welten
Wir minder elend sind.
Die Tugend wird doch irgends gelten.
Das Gute kömmt nicht gern geschwind.

Gotthold Ephraim Lessing

  
  


Gotthold Ephraim Lessing   

Gotthold Ephraim Lessing


   


Vorheriger Spruch Nächster Spruch von Lessing
   Gefällt Dir das Gedicht von Lessing?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
  Logau: Ich bin, wer ich bin, so bin ich deß Herrn. 
  Gustav Schüler: Wirf deine Nöte auf den Herrn Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser
  Krummacher: Lobt den Herrn! Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser
  Julius Sturm: Harre des Herrn! Favorit unserer LeserFavorit unserer LeserFavorit unserer Leser


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek