Freie BahnMein Kollege Erwin Däsche
wechselt nie die Unterwäsche.
Und ein andrer, Klaas van Ocken,
trägt wie stets dieselben Socken.
Der Gestank ist unbeschreiblich.
Einen Bogen macht, was weiblich.
Welch erstickendes Aroma.
Wen sie treffen, fällt ins Koma.
Kuhstalldunst und alter Käse.
Ich jedoch, Sven-Justus Freese,
liebe dieses schwere Ranzen.
Samstag Abend gehen wir tanzen.
Denn ich rieche wie erbrochen.
So was hast du nie gerochen.
Herrlich schwingen wir die Beine!
Herrlich!
Tanzen!
Ganz alleine! © Andreas Kley, 2014
Aus der Sammlung Zwischenmenschliches |