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Der Wink des Blinden

Ich sehe vor mir tausend nackte Waden,
die heiße Luft in meine Richtung schmeißen,
die sich entspannen und zusammenreißen
und die dabei im eigenen Schweiße baden.

Es ist der Tag, für den ich lang trainierte.
Heut lauf ich Marathon mit all den andern.
Doch bin ich nicht viel schneller als beim Wandern.
Es kommt mir vor, als ob ich nur spazierte.

Inzwischen sind die Waden auch verschwunden.
Ich bin allein. Die andern sind geschwinder.
Ich hab mich aber damit abgefunden.

Denn ich bin mit dabei. Das zählt nicht minder.
Der erste ist im Ziel. Ich brauch noch Stunden.
Vom Wegrand winkt mir einer. Wohl ein Blinder.

© Andreas Kley, 2015
Aus der Sammlung Sport

   
  
  

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