Dunkle ZeitenDunkle Tage, seid gesegnet,
Denn da ist der Herr mir nah.
O wie oft ist mirs begegnet,
Daß ich ihn im Dunkel sah!
Konnt' mein Herz Ihn nimmer finden,
Hangend an des Lichtes Pracht,
Öffnet' Er dem armen Blinden
Doch die Augen bei der Nacht.
Seid gesegnet, dunkle Stunden,
Da ich kraftlos niedersank,
Ich lag mit tausend Wunden
An dem Wege matt und krank;
Denn sonst half' Er mir ja nimmer,
Der als Arzt für Kranke kam,
Der nur das Verlor'ne immer
Liebreich auf die Schulter nahm. Elisabeth Josephson
Aus der Sammlung Perlen aus bitterer Flut |