Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine   Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Georg Heym » Umbra Vitae » Allerseelen I


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Allerseelen I

Geht ein Tag ferne aus, kommt ein Abend.
Brennt ein Stern in der Höhe zur Nacht.
Wehet das Gras. Und die Wege alle
Werden in Dämmrung zusammengebracht.

Viele sind über die Steige gegangen.
Ihre Schatten sind ferne zu sehn,
Und sie tragen an schwankenden Stangen
Ihre Fackeln, die wandern und wehn.

Mauern sind viele, und Gräber, und wenige Bäume.
Manche Tore darin, wo der Lorbeer trauert.
Viele sitzen in Haufen über den Kreuzen,
Ihre Lichter behütend, wenn der Regen schauert.

Und ein Rot steckt im Walde, dürr wie ein Finger,
Wo der Abend hänget in wolkiger Zeit
Mit dem wenigen Licht. Und geringer
Rings ist das Nahe, und die Weite so weit.

Doch ewig ist der Wind, der nimmer schweiget
In dunklem Lande, herbstlich schon erbraunet,
Der dunkle Bilder viel vorüber zeiget
Und dunkle Worte flüchtig trübe raunet.

Georg Heym
Aus der Sammlung Umbra Vitae

  
  


Georg Heym   

Georg Heym


   


Vorheriges Gedicht von Heym Nächster Text von Heym
   Gefällt Dir das Gedicht von Heym?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Feiertagsgedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
Realismus  • Muth: Allerseelen 
19./20. Jh.  • Busse-Palma: Allerseelen 
19./20. Jh.  • Wickenburg: Zu Allerseelen Favorit unserer LeserFavorit unserer LeserFavorit unserer Leser    
19./20. Jh.  • Otto zur Linde: Kausalität ist ... 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek